Hinner de Hecke...

Der Ausdruck "hinter der Hecke" hat etwas von verstecken, sich schützen. Tatsächlich lässt sich die Sinndeutung in diese Richtung führen. Zum Einen waren es die Taunuswälder aber auch die undurchdringliche Hecken (Gebück) mit nach unten gebogenen Stämmen, diese wurden bereits von de ahle Mattiaker die hier im Taunus siedelten, zum Schutz gegen wilde Tiere aber auch gegen Feinde gepflanzt und gehegt. Frühzeitliche Bauern legten Hecken als Flurgrenzen an.
Doch wo liegt er denn jetzt, der Hochtaunus, oder wie es in der Region heißt: De Hinnertaunus? Hier muss man zwischen der politischen und der geographischen Orientierung unterscheiden. Der Hochtaunus(Kreis) findet sich geografisch fast vollständig im östlichen Hintertaunus, sein Vorland mit den "vornehmen" Städten Bad Homburg, Oberursel, Friedrichsdorf, Kronberg und Königstein liegt vor dem Taunushauptkamm und somit "vor der Höhe". So dass von dieser Seite zuweilen auch, in Richtung Hintertaunus, die Bezeichnung "die Überhöhischen" zu hören war. Aus Oberursel klang es zuweilen herüber: "Des is die Geeschend hinner de Hecke!" Aus der östlich gelegenen Wetterau schallte es in Richung Taunusortschaften, dies seien die Heckedörfer und dort lebten die Heckeraal (Heggeraal). Begegnete man ihnen, so hieß es, sie kämen "...von iwwer de Hieh", "...von hinner de Hegge". Die Nachsilbe -raal entstammt dem Wort reidel und bedeutet so viel wie Prügel oder Knüppel. Der feine Spott aus der Wetterau gegenüber den abseits Wohnenden und in deren Augen vielleicht etwas vierschrötigen Walddörflern ist aus solchen Bemerkungen deutlich spürbar.

Wenn auf diesen Seiten hier nun zukünftig vom "Usinger Land" gesprochen wird so gilt als Bezug die historische Grenze des ehemaligen "Amt Usingen" (1816–1866). Zu jener Zeit zählte das Gebiet eine Vielzahl von Gemeinde-Bezirken, darunter 1 Stadt, 2 Flecken, 46 Dörfer, 71 Höfe und Mühlen. Ab wann der inzwischen landläufige Begriff "Usinger Land" im Volksmund eine Verwendung findet wird gegenwärtig untersucht.